© 2004
Die Revision der EBR-Richtlinie

Im Jahre 1999 sollte die Richtlinie über Europäische Betriebsräte (EBR-Richtlinie) �berarbeitet werden. Doch erst im April 2004 leitete die Europäische Kommission das Revisionsverfahren ein. Eine Studie der Universit�t Manchester zeigte im November 2005 anhand der Befragung von mehr als 400 EBR-Mitgliedern einen akuten Handlungsbedarf des Gesetzgebers auf. Im Mai 2007 sprach sich das Europ�ische Parlament f�r eine Revision der EBR-Richtlinie aus und setzte die Europ�ische Kommission unter Zugzwang. Diese legte schlie�lich am 2. Juli 2008 einen Gesetzentwurf vor, der am 5. Juni 2009 in Kraft getreten ist.

Die Vorgeschichte

Die heute gültige EBR-Richtlinie stammt aus dem Jahr 1994 und sah in Artikel 15 eine Überprüfung bereits für 1999 vor. Für die Gewerkschaften hatte diese Frage eine hohe Priorität, sowohl der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) wie auch der Europäische Gewerkschaftsbund (EGB) legten daher bereits Ende 1999/Anfang 2000 präzise Änderungsvorschläge für den Richtlinientext vor.

FotoFoto Um seinen Forderungen Nachdruck zu verleihen, organisierte der EGB im November 2002 eine Konferenz unter dem Motto "Towards more influence" in Århus (Dänemark). Mehrere hundert EBR-Mitglieder und gewerkschaftliche EBR-Betreuer aus ganz Europa diskutierten dort die Rolle Europäischer Betriebsräte bei Umstrukturierungen, über die Verbesserung der Informations- und Konsultationsverfahren und über die juristische Durchsetzung der Rechte von EBR-Gremien. → Überblick über die Konferenz und die Workshops

Der ausführliche Konferenzbericht listet zahlreiche Fallbeispiele auf und fa�t die Diskussionen zusammen:

Bericht �ber die EBR-Konferenz in Århus
(November 2002)

Auf dieser Konferenz k�ndigte die Europäische Kommission eine Überprüfung der EBR-Richtlinie an. Allerdings wollte sie zun�chst noch eine Stellungnahme des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses (EWSA) über die praktische Anwendung der bisherigen EBR-Richtlinie abwarten. Der EWSA ist ein Konsultativorgan der EU, das sich aus Vertretern der Arbeitgeber, der Arbeitnehmer und sonstiger Gruppen zusammensetzt. Daher konnte diese Stellungnahme, die seit September 2003 vorliegt, nur ein Kompromi� unterschiedlicher Interessen sein und einen neutralen Blick auf das Thema liefern. Das Papier war jedoch die erste von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite gemeinsam ausgearbeitete Bewertung der EBR-Richtlinie seit 1994.

Stellungnahme des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses
(September 2003)

Diese Stellungnahme änderte aber nichts an den grundsätzlich unterschiedlichen Auffassungen zum Thema. Während die Gewerkschaften eine Erweiterung der Informations- und Konsultationsrechte verlangten, blockierten die Arbeitgeber jegliche Änderung. So war der Europäische Arbeitgeberverband für die Metall- und Elektroindustrie (WEM) beispielsweise der Meinung, da� eine Revision der EBR-Richtlinie im Zuge der EU-Erweiterung zu früh käme und nicht notwendig sei.

Der Europäische Gewerkschaftsbund (EGB) präzisierte im Februar 2004 seine Forderungen zur Revision der Richtlinie in einem 26 Punkte umfassenden Strategiepapier. Es enthält wichtige Aspekte zur Verbesserung der EBR-Arbeit, wird aber vor dem Hintergrund der politischen Kräfteverhältnisse von vielen als "fromme Wunschliste" betrachtet. Manche Stimmen innerhalb der Gewerkschaften fordern eine Konzentration auf ausgewählte Schwerpunkte, was für die Revision förderlicher sei als Maximalforderungen, mit denen man bei der Arbeitgeberseite "auf Granit" sto�en würde.

Strategiepapier des Europäischen Gewerkschaftsbundes (EGB)
(Februar 2004)
Kurzfassung der Forderungen des Europäischen Gewerkschaftsbundes (EGB)
(Februar 2004)

Der Beginn des Gesetzgebungsverfahrens

Am 20. April 2004 forderte die Europäische Kommission die Sozialpartner - also den Europäischen Gewerkschaftsbund und die Arbeitgeberverb�nde - offiziell zu einer Stellungnahme auf und startete damit das Gesetzgebungsverfahren zur Revision der EBR-Richtlinie. Eine Kurzfassung der Gründe für das Anhörungsverfahren findet sich in der Presseerklärung der Europäischen Kommission.

Die Anhörung der Europäischen Kommission
(20. April 2004)

Die Fragen an die Sozialpartner bezogen sich vor allem darauf
  • wie für eine vollständige Nutzung des Potenzials der Europäischen Betriebsräte gesorgt werden kann
  • in welche Richtung die EU aktiv werden könnte und
  • vor allem, welche Rolle die Sozialpartner selbst dabei spielen könnten.

    Mit der letzten Frage wollte die Europäische Kommission ausloten, ob die Sozialpartner einen gemeinsamen Vorschlag für eine Neufassung der EBR-Richtlinie vorlegen wollen. Eine Einladung zu solchen Verhandlungen blieb schon einmal in den Jahren vor 1994 ohne Resonanz, weil die Arbeitgeberverbände - allen voran die britische CBI (Confederation of British Industry) - eine EBR-Richtlinie schlicht f�r überflüssig hielten. Hier die offiziellen Antworten der Sozialpartner:

  • Stellungnahme des Europäischen Gewerkschaftsbundes (EGB)
    (19. Mai 2004, in englischer Sprache)
    Stellungnahme der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA)
    (26. Mai 2004)
    Stellungnahme der Union der Industrien der Europäischen Gemeinschaft (UNICE)
    (1. Juni 2004, in englischer Sprache)

    In ihren Stellungnahmen bef�rworteten die Arbeitgeberverb�nde zwar die Aufnahme von Verhandlungen mit dem EGB, allerdings wollen sie keine Veränderung am Gesetzestext. Statt dessen sollten praxisbezogene Orientierungspunkte bzw. Leitlinien für die Unternehmen zur Anwendung der bestehenden Richtlinie entwickelt werden. Von der Europäischen Kommission forderten sie, die zweite Runde der Konsultationen auszusetzen.

    Am 23. Juni 2004 beschlossen die Sozialpartner, zunächst auf zwei Veranstaltungen einige Fallbeispiele über die Arbeit Europäischer Betriebsräte zu diskutieren. Diese sogenannten "Sozialpartner-Seminare" fanden am 23./24. September und am 27./28. Oktober 2004 in Brüssel statt (wir berichteten in den EBR-News Nr. 4/2004 ausführlicher darüber). Die präsentierten Fallstudien wurden anschlie�end von einer Arbeitsgruppe aus je sechs Vertretern der Arbeitgeber und der Gewerkschaften ausgewertet. Am 1. März 2005 legte diese Arbeitsgruppe ein Thesenpapier mit den wichtigsten Punkten vor, und am 17. März 2005 folgte die detaillierte Beschreibung aller Fallbeispiele. Am 15./16. März 2005 nahm der EGB-Exekutivausschu� aus Gewerkschaftssicht Stellung.

    Die Auswertung der Sozialpartner-Seminare
    (1. März 2005, in englischer Sprache)
    Stellungnahme des EGB zur Auswertung der Sozialpartner-Seminare
    (15./16. März 2005, in englischer Sprache)
    Die Beschreibung der Fallbeispiele im Wortlaut
    (17. März 2005, in englischer Sprache)

    Eine weitere Konsultationsrunde

    FotoFoto Bereits am 27. September 2004 hatte der neue EU-Kommissar für Beschäftigung und Soziales, Vladimír Špidla, bei einer Anhörung im Europäischen Parlament im Rahmen seiner Nominierung (siehe Foto) eine Revision der EBR-Richtlinie befürwortet. Špidla wollte nach seinem Amtsantritt am 22. November 2004 die zweite Phase der Konsultationen jedoch erst in Gang setzen, wenn die Auswertung der Sozialpartner-Seminare vorliegt.

    Nachdem der Europäische Gewerkschaftsbund am 14. Januar 2005 Špidla schriftlich gebeten hatte, das Gesetzgebungsverfahren zu beschleunigen (siehe Presseerklärung des EGB), legte die Europäische Kommission am 31. März 2005 ein Papier zum Thema "Umstrukturierung und Beschäftigung" vor, das gleichzeitig eine weitere Konsultationsrunde im Rahmen der Revision der EBR-Richtlinie darstellt. In der 15 Seiten umfassenden Mitteilung werden die europäischen Sozialpartner ersucht,

    "die laufenden Arbeiten voranzutreiben und Verhandlungen aufzunehmen, mit dem Ziel, zu einer Vereinbarung über Mittel und Wege zu gelangen, die es ermöglichen, bewährte Verfahren für die Arbeitsweise der Europäischen Betriebsräte zu fördern, um ihre Wirksamkeit, vor allem bei der Wahrnehmung ihrer Rolle als Akteure des Wandels zu verbessern."

    Mitteilung der Europäischen Kommission
    (31. März 2005)

    Mitte Juli 2005 nahmen die Sozialpartner hierzu Stellung. Der europäische Dachverband der Arbeitgeberverbände UNICE vertritt nach wie vor die Auffassung, das Gesetzgebungsverfahren sei weder wünschenswert noch notwendig. Dagegen m�chte der Europäische Gewerkschaftsbund (EGB) schnellstmöglich zur Verabschiedung einer verbesserten Richtlinie kommen und bemängelt, da� es an einer konkreten Zeitvorgabe seitens der Europäischen Kommission fehlt und von ihr keine Vorschläge hinsichtlich der Inhalte einer neuen EBR-Richtlinie gemacht wurden. Auch die Zusammenfassung von Gesetzgebungsverfahren bezüglich "Europäische Betriebsräte" und "Umstrukturierungen" wird von ihm kritisiert, denn ein EBR beschäftige sich nicht nur mit Restrukturierungsfragen, und Restrukturierung sei kein exklusives EBR-Thema.

    Stellungnahme des Arbeitgeberverbandes UNICE
    (14. Juli 2005)
    Stellungnahme des Europäischen Gewerkschaftsbundes (EGB)
    (14./15. Juli 2005)

    Am 26. Januar 2006 schaltete sich das Europ�ische Parlament in die Debatte ein. Der Ausschu� f�r Besch�ftigung und soziale Angelegenheiten

    "bedauert, da� die zweite Phase der Anh�rung zum Europ�ischen Betriebsrat lediglich in einem Unterkapitel einer umfassenden Mitteilung der Kommission abgehandelt wird, und fordert die Kommission ... auf, eine regelrechte zweite Phase der Anh�rung einzuleiten, die den Sozialpartnern die M�glichkeit zu Verhandlungen ... bietet."

    Bericht des Ausschusses f�r Besch�ftigung und soziale Angelegenheiten des Europ�ischen Parlaments
    (26. Januar 2006)

    Beim Sozialgipfel am 23. M�rz 2006 in Br�ssel pr�sentierten die europ�ischen Gewerkschaften und Arbeitgeberverb�nde den Regierungen der EU-L�nder ihr gemeinsames Arbeitsprogramm f�r die Jahre 2006 bis 2008. Obwohl darin Themen wie die St�rkung des Sozialen Dialogs in Mittel- und Osteuropa und der Umgang mit Unternehmens-Restrukturierungen ausdr�cklich benannt sind, fehlt ein entscheidender Punkt: von einer Revision der EBR-Richtlinie ist keine Rede. Am gleichen Tag legte der europ�ische Arbeitgeberverband UNICE eine Studie vor, die den Umgang von Arbeitgebern und Arbeitnehmervertretungen in verschiedenen L�ndern mit Restrukturierungen aufzeigt.

    Bericht vom Sozialgipfel am 23. M�rz 2006
    Arbeitsprogramm der europ�ischen Sozialpartner 2006-2008
    (in englischer Sprache)

    Studie zeigt Handlungsbedarf des Gesetzgebers

    Am 4. November 2005 pr�sentierte Prof. Dr. Jeremy Waddington von der Universit�t Manchester auf einer Konferenz des Europ�ischen Gewerkschaftsbundes (EGB) in Br�ssel erste Ergebnisse einer gro�angelegten Untersuchung. Im Auftrag mehrerer europ�ischer Gewerkschaftsf�derationen hatte er �ber 400 Mitglieder in 196 Europ�ischen Betriebsr�ten aller Industriezweige aus 24 L�ndern nach den Problemen befragt, die sich in ihrer Arbeit stellen. Die Studie sollte aufzeigen, wo Europ�ische Betriebsr�te auf verbesserte Rahmenbedingungen und Unterst�tzung angewiesen sind.

    Die Mindestvorschriften �ber die Unterrichtung und Anh�rung, wie sie die EBR-Richtlinie festlegt, werden in der Praxis zu wenig respektiert - so die Kernaussage von Prof. Waddington. Die Ziele des Gesetzgebers hinsichtlich Information und Konsultation in multinationalen Unternehmen seien faktisch nicht umgesetzt.

    Interview mit Prof. Dr. Jeremy Waddington
    Statistische Daten der Studie
    (21 Seiten)

    Europ�ischer Wirtschafts- und Sozialausschu� fordert Revision der EBR-Richtlinie

    FotoFoto Am 13. September 2006 beschlo� der Europ�ische Wirtschafts- und Sozialausschu� (EWSA) in Br�ssel eine von Gewerkschaftsseite initiierte Stellungnahme unter dem Titel "Europ�ische Betriebsr�te: eine neue Rolle bei der F�rderung der europ�ischen Integration". Der Text beinhaltet die Forderung nach einer Revision der EBR-Richtlinie, was von Arbeitgeberseite vehement abgelehnt wird. Die Entscheidung bedeutet daher f�r die Arbeitgeberverb�nde eine herbe Niederlage. Auch wenn Beschl�sse des EWSA nicht bindend sind, so steht die Europ�ische Kommission jetzt doch unter politischem Druck, einen Gesetzestext f�r eine ver�nderte EBR-Richtlinie zu pr�sentieren.

    Weitere Informationen �ber die Abstimmung im EWSA
    Die Stellungnahme des EWSA im Wortlaut
    (24 Seiten)

    Auch das Europ�ische Parlament dr�ngt auf eine Revision der EBR-RichtlinieFotoFoto

    Am 10. Mai 2007 forderte auch das Europ�ische Parlament in Stra�burg in einer Entschlie�ung, die Rechtsvorschriften zur Information und Konsultation und insbesondere die EBR-Richtlinie zu aktualisieren. Die Europ�ische Kommission solle hierf�r einen konkreten Zeitplan vorlegen. Zuvor hatte am 25. April 2007 eine Aussprache stattgefunden, in der eine Reihe von Abgeordneten den Handlungsbedarf des Gesetzgebers anhand aktueller Beispiele (Airbus, Alcatel-Lucent, Delphi Systems, Volkswagen) aufzeigten.

    Die Debatte im Europ�ischen Parlament im Wortlaut
    Die Entschlie�ung des Europ�ischen Parlaments im Wortlaut

    Gewerkschaften verst�rken die Forderung nach einer Revision

    Kurz vor der Debatte im Europ�ischen Parlament und auf den Tag genau drei Jahre nach Beginn des Revisionsverfahrens versammelte der Europ�ische Gewerkschaftsbund (EGB) am 20. April 2007 rund 200 EBR-Mitglieder zu einer Konferenz in Br�ssel. In Anwesenheit von Sozialkommissar �pidla und dem europ�ischen Arbeitgeberdachverband BusinessEurope verliehen sie der Forderung nach einer Revision der EBR-Richtlinie Nachdruck. Anl��lich dieser Konferenz wurde auch eine Dokumentation �ber Aktionsformen von Europ�ischen Betriebsr�ten bei Umstrukturierungen vorgelegt, die die F�lle General Motors, InBev, RWE Energy und Dim Branded Apparel umfa�t.

    Presseerkl�rung des EGB zur Konferenz
    (in englischer Sprache)
    Die Dokumentation �ber EBR-Aktionsformen
    (in englischer Sprache)

    Auch der Kongre� des EGB, der vom 21. bis 24. Mai 2007 in Sevilla (Spanien) tagte, sprach sich f�r eine St�rkung der Europ�ischen Betriebsr�te aus. In einem Manifest nannte er als Arbeitsschwerpunkt:

    "Kampf gegen Standortverlagerungen, Verhandlungen �ber Umstrukturierungen f�rdern und Bereitstellung eines st�rkeren Rahmens f�r Information, Konsultation und Mitbestimmung, der unabh�ngige Experten mit einbezieht."

    Das EGB-Manifest von Sevilla im Wortlaut

    Interview mit dem EBR-Verantwortlichen beim Europ�ischen Gewerkschaftsbund (EGB)

    FotoFoto Auf dem Kongre� wurde turnusm��ig die EGB-Spitze neu gew�hlt. Seither ist der stellvertretende Generalsekret�r Reiner Hoffmann (Foto) aus Deutschland f�r das Thema Arbeitnehmerbeteiligung zust�ndig, das auch die Europ�ischen Betriebsr�te mit beinhaltet. Im Interview mit den EBR-News erl�uterte er die Forderungen der Gewerkschaften an den Gesetzgeber.

    Das Interview mit Reiner Hoffmann im Wortlaut

    Auch Betriebsr�te fordern die Revision

    Nicht nur Gewerkschaften, auch EBR-Mitglieder fordern dringend eine Revision der EBR-Richtlinie. In einer Umfrage hatte sich eine Mehrheit unter ihnen f�r die Ausweitung der Mitspracherechte des EBR ausgesprochen. W�hrend neuere EBR-Vereinbarungen zunehmend �ber die gesetzlichen Mindestvorschriften hinausgehen, gibt es andererseits aber auch noch viele Unternehmen, die an den alten, bis 1996 getroffenen sogenannten "freiwilligen" Regelungen nicht r�tteln wollen.

    Eines dieser Unternehmen ist Siemens, dessen Europ�ischer Betriebsrat ("Siemens Europe Committee" - SEC) sich im Juli 2006 mit einem offenen Brief an die Europ�ische Kommission wandte. Beispielhaft sind auch die Schreiben, in denen die Europ�ischen Betriebsr�te von HeidelbergCement und SGL Carbon im Jahre 2004 ihre Forderung nach einer Revision der EBR-Richtlinie formuliert hatten. Weitere Schreiben von Europ�ischen Betriebsr�ten zielen in die gleiche Richtung.

    Der Brief des Siemens Europe Committee
    Der Brief des EBR von HeidelbergCement
    Der Brief des EBR von SGL Carbon
    Der Brief des EBR von Ford
    (in englischer Sprache)

    Arbeitgeber stark beunruhigt

    FotoFoto W�hrend die Debatte seit Beginn des Gesetzgebungsverfahrens im April 2004 von Arbeitgeberseite eher beil�ufig behandelt wurde, verdichtete sich im Herbst 2007 ihre Lobbyarbeit hinter den Kulissen erheblich. Es deutete sich an, da� es jetzt "ernst" wird. Am 10. Oktober 2007 schrieb der deutsche Arbeitgeberpr�sident Dieter Hundt (auf dem Foto rechts) an Sozialkommissar �pidla, um die zweite und entscheidende Konsultationsphase zur Revision der EBR-Richtlinie zu verhindern. Sie w�rde "dem Sozialen Dialog Schaden zuf�gen", so Hundt. Am 15. Oktober 2007 wandte sich der DGB-Bundesvorstand an �pidla, um ihn in seinem Vorhaben zu best�rken.

    FotoFotoEurop�ische Kommission gibt gr�nes Licht

    Am 23. Oktober 2007 beschlo� die Europ�ische Kommission in Br�ssel (Foto) ihr Arbeitsprogramm f�r das Jahr 2008. Darin ist eine Revision der Richtlinie �ber den Europ�ischen Betriebsrat ausdr�cklich enthalten. Der Beschlu� ist eine politische Vorentscheidung ersten Ranges.

    Presseerkl�rung zur Verabschiedung des Arbeitsprogramms 2008
    Das Arbeitsprogramm 2008 im Wortlaut

    FotoFoto Kommissionspr�sident Jos� Manuel Barroso untermauerte am 13. November 2007 in einer Rede vor dem Europ�ischen Parlament die Entschlossenheit zur Revision der EBR-Richtlinie. Welche politischen Weichenstellungen sind vom europ�ischen Gesetzgeber nunmehr konkret zu erwarten? Die Redaktion der EBR-News fragte bei Sozialkommissar Vladim�r �pidla (Foto) in Br�ssel genauer nach.

    Das Interview mit Vladim�r �pidla im Wortlaut

    Presseerkl�rung des EGB zur Initiative der Europ�ischen Kommission
    (21. November 2007, in englischer Sprache)
    Schreiben von Sozialkommissar Vladim�r �pidla an den EGB
    (29. November 2007, in englischer Sprache)

    Die zweite Phase der Konsultationen scheitert

    Am 20. Februar 2008 ging die Europ�ische Kommission mit einem Konsultationspapier an die �ffentlichkeit. Zuvor hatten hinter den Kulissen intensive Gespr�che zwischen Spitzenbeamten und den Vertretern der Sozialpartner stattgefunden. Die Europ�ische Kommission war schlie�lich bereit, ihr Papier f�r die Arbeitgeberseite leichter akzeptabel zu gestalten, um den Weg zu direkten Verhandlungen zwischen Gewerkschaften und Arbeitgeberverb�nden zu ebnen.

    Das Konsultationspapier im Wortlaut
    (20. Februar 2008, in englischer Sprache)
    Presseerkl�rung der Europ�ischen Kommission
    (20. Februar 2008)
    Presseerkl�rung des EGB
    (20. Februar 2008, in englischer Sprache)
    Die Stellungnahme des EGB zum Konsultationspapier im Wortlaut
    (21. April 2008)

    V�llig �berraschend erkl�rte der europ�ische Arbeitgeberverband BusinessEurope schlie�lich am 2. April 2008 das Ende seiner jahrelangen Blockade und bef�rwortete direkte Verhandlungen mit den Gewerkschaften. Anders als bei der ersten Verabschiedung der EBR-Richtlinie im Jahre 1994 konnten dieses Mal die kontinentaleurop�ischen Arbeitgeberverb�nde eine pragmatische L�sung gegen den Widerstand der britischen Industrie erzwingen. Leicht ist den Arbeitgebern diese Entscheidung sicher nicht gefallen, aber der Druck von Gewerkschaften, Europ�ischem Parlament und der Europ�ischen Kommission hatte in den Monaten davor immer weiter zugenommen. Ohne ihre Kompromi�bereitschaft w�re das weitere Gesetzgebungsverfahren von den Arbeitgebern kaum noch beeinflu�bar gewesen.

    Schreiben der Arbeitgeberb�nde an die Europ�ische Kommission
    (2. April 2008, in englischer Sprache)
    Presseerkl�rung des EGB
    (3. April 2008)

    Doch der Europ�ische Gewerkschaftsbund (EGB) wollte eine Verabschiedung der neuen EBR-Richtlinie noch vor Ablauf der Amtszeit des Europ�ischen Parlaments und der Europ�ischen Kommission sicherstellen und pl�dierte deshalb f�r schnelle Verhandlungen ("fast track negotiations"). Als BusinessEurope dies in Sondierungsgespr�chen ablehnte, lie� der EGB die noch nicht begonnenen Verhandlungen am 11. April 2008 platzen und forderte die Europ�ische Kommission auf, umgehend einen Gesetzestext vorzulegen.

    Presseerkl�rung des EGB
    (11. April 2008, in englischer Sprache)
    Schreiben des EGB an Sozialkommissar �pidla
    (11. April 2008, in englischer Sprache)

    Einen letzten Versuch unternahm die Europ�ische Kommission schlie�lich am 30. April 2008 mit der Aufforderung an die Sozialpartner, sie m�gen doch noch an den Verhandlungstisch kommen. Der EGB begr�ndete jedoch abermals in einem Schreiben an den Pr�sidenten der Europ�ischen Kommission, Barroso, seine Ablehnung.

    Lobbykampagne der Gewerkschaften
    FotoFoto
    Am 1. Mai 2008 startete der EGB eine Kampagne unter dem Motto "In der Offensive f�r st�rkere Europ�ische Betriebsr�te". Die wichtigsten Punkte der Debatte sind in folgenden Informationsbl�ttern in kompakter Form dargestellt:

    Was genau sind Europ�ische Betriebsr�te?
    Was mu� ge�ndert werden? Gr�nde f�r die Revision der EBR-Richtlinie
    Fortbildung: ein wesentliches Instrument f�r die Vertreter in den Europ�ischen Betriebsr�ten
    Die EBR wenden sich an die Gerichte
    EBR - ein wesentlicher Teil guter Unternehmensf�hrung

    Der Dachverband der Dienstleistungsgewerkschaften (UNI) legte einen eigenen Bericht �ber seine EBR-Aktivit�ten vor:

    Der EBR-Bericht von UNI

    Auf einer Konferenz versammelte der EGB am 9. und 10. Juni 2008 �ber 300 Mitglieder Europ�ischer Betriebsr�te und Gewerkschaftssekret�re in Br�ssel, um die aktuelle Situation mit Vertretern der Politik zu diskutieren. Nur wenige Tage sp�ter sprach sich der franz�sische Premierminister Fran�ois Fillon am 18. Juni 2008 vor der Nationalversammlung in Paris ausdr�cklich f�r eine St�rkung der Europ�ischen Betriebsr�te aus. Die "Wiederbelebung des sozialen Europa" war eines der Stichworte der franz�sischen EU-Pr�sidentschaft im zweiten Halbjahr 2008.

    Grundsatzrede des stellvertretenden EGB-Generalsekret�rs Reiner Hoffmann
    Video-Statements von Konferenzteilnehmern
    Bericht im Magazin Mitbestimmung �ber die Lobbyarbeit der Gewerkschaften

    Studie beziffert Kosten der EBR-Arbeit

    Im Auftrag der Europ�ischen Kommission f�hrte die Beratungsgesellschaft GHK Consulting, London zwischen Januar und April 2008 Telefoninterviews in 70 Unternehmen durch, die �ber einen Europ�ischen Betriebsrat verf�gen. Darunter waren 14 franz�sische Unternehmen sowie je zehn mit Sitz in Deutschland und Gro�britannien. Alle Kosten, die ein Europ�ischer Betriebsrat verursacht, sind im Abschlu�bericht genau beziffert. Diese Studie diente als Vorlage f�r eine Folgenabsch�tzung der Revision der EBR-Richtlinie, die am 2. Juli 2008 ver�ffentlicht wurde.

    Kalkulation: Was kostet eine EBR-Sitzung?
    Die Studie von GHK Consulting im Wortlaut
    (127 Seiten, in englischer Sprache)

    Richtlinienentwurf der Europ�ischen Kommission entt�uscht die Gewerkschaften

    Am 2. Juli 2008 pr�sentierte die Europ�ische Kommission ihren Entwurf der �ffentlichkeit. Anders als zuvor erwartet blieb er jedoch in wichtigen Punkten hinter den Forderungen der Gewerkschaften zur�ck. Die Arbeitgeberverb�nde ihrerseits starteten nun eine Lobbykampagne, die sich insbesondere gegen den Einflu� der Gewerkschaften auf die Europ�ischen Betriebsr�te richtete. Um auf Einw�nde vorbereitet zu sein, legte die Europ�ische Kommission eine Folgenabsch�tzung der Gesetzesinitiative vor.

    Pressebericht �ber den Richtlinienentwurf
    (1. Juli 2008)
    Der Entwurf der neuen EBR-Richtlinie im Wortlaut
    (2. Juli 2008)
    Die Folgenabsch�tzung der Europ�ischen Kommission
    (2. Juli 2008, 86 Seiten, in englischer Sprache)
    Kurzfassung der Folgenabsch�tzung
    (2. Juli 2008, 5 Seiten, in deutscher Sprache)
    Pressemitteilung der Europ�ischen Kommission
    (2. Juli 2008)
    Analyse des Richtlinienentwurfs aus gewerkschaftlicher Sicht
    (August 2008)

    Verhandlungen der Sozialpartner hinter den Kulissen

    FotoFoto Auf Druck des franz�sischen Arbeitsministers Xavier Bertrand trafen Arbeitgeber und Gewerkschaften auf europ�ischer Ebene eine Grundsatzentscheidung, die den weiteren Verlauf des Revisionsverfahrens ma�geblich beeinflussen sollte. Auf einer Tagung der Arbeits- und Sozialminister der EU am 10. und 11. Juli 2008 im Schlo� von Chantilly n�rdlich von Paris (Foto), dem Hauptquartier der franz�sischen Armee im Ersten Weltkrieg, akzeptierten sie den vorliegenden Richtlinienentwurf als Basis. W�hrend der Sommerpause gab es dann intensive Diskussionen zwischen ihnen, um die verbleibenden Differenzen zu �berwinden.

    Am 29. August 2008 pr�sentierten die Sozialpartner der �ffentlichkeit eine gemeinsame Empfehlung mit acht konkreten Formulierungsvorschl�gen, die im Richtlinienentwurf noch ver�ndert werden sollten. Diese �ndern im Kern jedoch wenig an der Grundphilosophie des Entwurfs. Viel wichtiger ist die Tatsache, da� mit der gemeinsamen Empfehlung alle Seiten letztlich eine Revision der EBR-Richtlinie im vorgeschlagenen Umfang politisch akzeptiert haben.

    Die gemeinsame Empfehlung im Wortlaut
    (29. August 2008, in englischer Sprache)
    Presseerkl�rung von Sozialkommissar �pidla zur gemeinsamen Empfehlung
    (8. September 2008, in englischer Sprache)

    Bedenken, wie sie von den Arbeitgeberverb�nden formuliert wurden, oder weitergehende Forderungen der Gewerkschaften spielten fortan kaum noch eine Rolle. Da es sich nicht - wie urspr�nglich geplant - um eine vollwertige Revision der EBR-Richtlinie, sondern lediglich um ein "recast" (eine Umformulierung der bestehenden Richtlinie) handelt, waren am Ende auch die Einflu�m�glichkeiten des Europ�ischen Parlaments stark eingeschr�nkt. Am 8. September 2008 ver�ffentlichte das Europ�ische Gewerkschaftsinstitut in Br�ssel zur Revision der EBR-Richtlinie ein wissenschaftliches Memorandum. Basierend auf aktuellen Erfahrungen werden darin konkrete Empfehlungen an die Politik formuliert.

    Das Memorandum im Wortlaut
    (8. September 2008)

    Papier der britischen Regierung sorgt f�r Unruhe
    FotoFoto
    W�hrend die konservative franz�sische Regierung eine schnelle Revision der EBR-Richtlinie aktiv f�rderte, sorgte ein internes Papier der sozialdemokratischen britischen Regierung f�r Unruhe im Gewerkschaftslager. Dort sind fundamentale britische Bedenken ("UK Concerns") aufgelistet: die Wettbewerbsf�higkeit von Unternehmen aus der EU sei in Gefahr, wenn Europ�ische Betriebsr�te die Umsetzung von Restrukturierungen behindern k�nnten. Eine rigorose Folgenabsch�tzung der Gesetzes�nderung sei gefordert.

    Die britische Regierung warnte darin vor einem R�ckschlag f�r die Europ�ischen Betriebsr�te, wenn der Gesetzgeber die Flexibilit�t der Betriebsparteien zu sehr einschr�nke. Dies k�nnte viele Firmen, die bisher noch keinen EBR haben, von der Gr�ndung abschrecken. Eine �berregulierung w�rde die Arbeitnehmerstimme auf transnationaler Ebene schw�chen. Von den Labour-Abgeordneten im Europ�ischen Parlament wird diese neoliberale Meinung allerdings nicht geteilt, viele von ihnen stehen hinter den Forderungen der Gewerkschaften.

    Die britische Lobbyarbeit konnte die gemeinsame Empfehlung der Sozialpartner vom 29. August 2008 nicht verhindern. Daher ver�ffentlichte das britische Wirtschaftsministerium BERR (Department for Business, Enterprise and Regulatory Reform) am 11. September 2008 ein eigenes Konsultationspapier. Britische Unternehmen konnten bis 6. Oktober 2008 ihre Meinung �bermitteln, die dann von der britischen Regierung im EU-Ministerrat zur Geltung gebracht werden sollte.

    Das Konsultationspapier des britischen Wirtschaftsministeriums im Wortlaut
    (11. September 2008, in englischer Sprache)
    Exkurs: Ergebnisse einer EBR-Umfrage der britischen Regierung aus dem Jahre 2003
    (in englischer Sprache)

    Europ�isches Parlament bessert nach

    Am 2. Oktober 2008 stand die EBR-Richtlinie erneut auf der Tagesordnung des Rates der EU-Arbeitsminister auf ihrem Treffen in Luxemburg. Sie sprachen sich angesichts der gemeinsamen Empfehlung der Sozialpartner f�r eine schnelle Verabschiedung aus. Am 17. November 2008 beschlo� der Ausschu� f�r Besch�ftigung und soziale Angelegenheiten des Europ�ischen Parlaments mit den Stimmen von Sozialdemokraten, Gr�nen, Linken sowie Teilen der konservativen Abgeordneten mehrere �nderungen am Gesetzentwurf, die den gewerkschaftlichen Forderungen entgegenkommen. Am 4. Dezember 2008 forderte auch der Europ�ische Wirtschafts- und Sozialausschu� (EWSA), ein beratendes Gremium aus Vertretern der Gewerkschaften, Arbeitgeber und sonstiger Gruppen, erneut eine verbesserte EBR-Richtlinie. Er hatte sich bereits im September 2006 daf�r ausgesprochen (siehe weiter oben).

    Presseerkl�rung des EWSA
    Die Stellungnahme des EWSA im Wortlaut
    (16 Seiten)

    Anfang Dezember 2008 gab es hinter den Kulissen informelle Gespr�che zwischen der Europ�ischen Kommission, dem Europ�ischen Parlament und dem Ministerrat. Dieser sogenannte "Trialog" f�hrte zu einem Kompromi�, dem schlie�lich auch die Gewerkschaften zustimmten.

    Verabschiedung der neuen EBR-Richtlinie trotz britischer Stimmenthaltung

    FotoFoto Am 17. Dezember 2008 einigte sich der Ministerrat in Br�ssel auf die neue Richtlinie, nachdem das Europ�ische Parlament in einer Plenarsitzung am Tag zuvor mit gro�er Mehrheit zugestimmt hatte. Der franz�sische Arbeitsminister Xavier Bertrand (auf dem Foto links, zusammen mit EU-Sozialkommissar Vladim�r �pidla) wollte das Verfahren noch unter franz�sischer Ratspr�sidentschaft 2008 politisch abschlie�en. Da jedoch linguistische Probleme mit der �bersetzung der neuen Richtlinie nicht mehr rechtzeitig bearbeitet werden konnten, mu�te die formelle Beschlu�fassung im Ministerrat auf das Fr�hjahr 2009 verschoben werden.

    26 Regierungen von Bulgarien bis Irland, von Portugal bis Estland akzeptierten den Kompromi�, nur die britische Labour-Regierung wollte den Gesetzentwurf nicht mittragen. Wesentlich pragmatischer ist dagegen die Sichtweise der Deutsch-amerikanischen Handelskammer in Frankfurt am Main. Von ihr wird die Verabschiedung der EBR-Richtlinie ausdr�cklich begr��t, weil damit die Planungssicherheit und Transparenz in den europ�ischen Niederlassungen von US-Unternehmen sichergestellt werde.

    Presseerkl�rung der deutschen Arbeitgeberverb�nde
    Presseerkl�rung der SPD-Bundestagsfraktion
    Presseerkl�rung des britischen Gewerkschaftsbundes TUC
    (in englischer Sprache)
    Presseerkl�rung der Deutsch-amerikanischen Handelskammer
    (in englischer Sprache)
    Hintergrundbericht �ber den Abschlu� des Gesetzgebungsverfahrens

    Neue EBR-Richtlinie in Kraft getreten

    Nach mehr als f�nf Jahren ist das Verfahren zur Revision der EBR-Richtlinie seit dem 5. Juni 2009 nun abgeschlossen. Obwohl bereits im Dezember 2008 politisches Einvernehmen hergestellt war, f�hrten �bersetzungsprobleme zu einer weiteren Verz�gerung. Die Beschlu�fassung im Ministerrat fand dann am 23. April 2009 statt. Erneut enthielt sich die britische Regierung der Stimme, alle anderen EU-Regierungen stimmten zu.

    Am 6. Mai 2009 unterzeichnete das Europ�ische Parlament die neue EBR-Richtlinie und am 16. Mai 2009 wurde sie im Amtsblatt der Europ�ischen Union ver�ffentlicht. Zwanzig Tage sp�ter, also am 5. Juni 2009, trat sie offiziell in Kraft. Sie gilt in allen L�ndern des Europ�ischen Binnenmarktes, also im Vereinigten K�nigreich genauso wie in Norwegen, Island und Liechtenstein. Die Schweiz ist formal ausgeschlossen. Kroatien und die T�rkei werden die neue Richtlinie am Tag ihres Beitrittes zur EU in die nationale Rechtsordnung �bernehmen.

    Die neue EBR-Richtlinie im Wortlaut


    Jetzt tickt die Uhr: �bergangsfrist bis Juni 2011

    Viele EBR-Mitglieder haben lange auf die neue Richtlinie gewartet. Die verbesserten Regeln gelten aber nicht in jedem Fall automatisch, sondern m�ssen vielfach in bestehende EBR-Vereinbarungen integriert werden. In einigen wenigen Unternehmen ist dies schon erfolgt. F�r alle anderen Unternehmen gilt: W�hrend der Gesetzgeber seine Arbeit erledigt hat, f�ngt die Arbeit f�r die Betriebsr�te jetzt an. Es empfiehlt sich, die zweij�hrige �bergangsfrist nicht bis zum letzten Tag auszusch�pfen und unverz�glich mit der Arbeit zu beginnen. Zun�chst ist eine genaue Analyse jedes Einzelfalls erforderlich. Die Experten des Trainings- und Beratungsnetzes "euro-betriebsrat.de" stehen gerne zur Verf�gung.

    In einer Umfrage unter deutschen EBR-Mitgliedern hatten wir im Sommer 2004 zahlreiche Punkte zusammengetragen, die für Praktiker besonders wichtig sind. Viele Europ�ische Betriebsr�te verhandelten schon in der Vergangenheit neue Vereinbarungen, um ihre Arbeitsm�glichkeiten zu verbessern und warteten nicht auf den Gesetzgeber. Einige Beispiele hatte die Zeitschrift "Arbeitsrecht im Betrieb" im Januar 2007 aufgelistet.
    Wunschliste für die Revision (Umfrage unter EBR-Mitgliedern im Sommer 2004)
    Beispiele f�r verbesserte EBR-Vereinbarungen (Zeitschriftenbeitrag vom Januar 2007)




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